Sichere Radwegeverbindung von Enger Mitte nach Pödinghausen und Bielefeld

Die Fraktion der Grünen im Engeraner Rat beantragen den Bau einer Querungshilfe – Werther Str. in Richtung im Felde in Höhe der Kreuzung Ringstr. – mit einer Ampelanlage.

Beschlussvorschlag:

Der Rat der Stadt Enger beauftragt die Verwaltung damit, eine Querungshilfe in Form einer Bedarfsampel zur sicheren Anbindung des Ortsteils Pödinghausen für Radfahrende und Fußgänger*innen zu planen. Die Querungshilfe über die Werther Straße in Höhe der Kreuzung Ringstraße soll so ausgeführt werden, wie von der Firma PGV bereits im Radverkehrskonzept entwickelt und vorgestellt (siehe PDF im Anhang). Um Pödinghausen sicher anzubinden, ist nach der vorhandenen Planung Grunderwerb erforderlich. Die Verwaltung wird auch beauftragt diesen Grunderwerb zu prüfen und durchzuführen. Außerdem wird die Verwaltung beauftragt einen Radweg oder eine andere sichere Verbindung für Radfahrende von der demnächst eingerichteten Fahrradstraße (Ringstraße – ab Spenger Str.) zur beantragten Querungshilfe an der Werther Straße zu planen.

Die Verwaltung wird ferner beauftragt sich um Fördergelder für diese Maßnahme zu bemühen (80-90% sind erwartbar). Die Planungskosten werden in den Haushalt eingestellt. Eine Beschilderung am Gartenhallenbad und am Sportplatz soll auf den ausgebauten sicheren Radweg nach Pödinghausen aufmerksam machen.

Begründung:

In dem Programm „Regiopolregion Bielefeld – Integriertes regionales Radverkehrskonzept“ wird die Radroute von Bielefeld nach Enger in die Netzkategorie II (S. 11) eingestuft. Diese Radvorrangroute führt vom Zentrum über Pödinghausen nach Bielefeld. Um diese Radvorrangroute fahren zu können müssen Radfahrende in Enger die Ringstraße befahren und die Werther Straße überqueren um anschließend in die kaum von PKW befahrene Straße Im Felde weiter Richtung Pödinghausen und von da über die Kleinbahnroute Richtung Bielefeld zu fahren. Diese Querung ist zur Zeit lebensgefährlich, denn es gibt keinerlei Querungshilfen und der Querungsbereich liegt in einer Beschleunigungs- bzw. Bremszone direkt auf der Werther Straße – kurz nach dem die PKW die Ringstraße passiert haben. Erschwerend kommt der einmündende Verkehr aus der Ringstraße dazu. Hier für eine sichere Querungsmöglichkeit zu sorgen gehört zu den Verkehrssicherungsaufgaben der Stadt Enger. Natürlich soll Radfahrenden aus Pödinghausen ein weiterer sicherer Weg entlang der Ringstraße zum Zentrum, Hallenbad, Sportplatz, sowie zur geplanten Fahrradstraße ermöglicht werden. Mit diesen Maßnahmen wäre auch ein sicherer Schulweg für radfahrende Schüler aus Pödinghausen zum Gymnasium, zur Realschule und evtl. auch zur Grundschule möglich.

Außerdem wird eine sinnvolle Weiterführung des Radweges durch die Sanierung der Ortsdurchfahrt Pödinghausen sicher gestellt und stellt eine ergänzende Maßnahme zu dieser Sanierung dar. Durch diese Querungshilfe und den Radweg wird allen radfahrenden Bürger*innen eine sichere Anbindung nach Bielefeld ermöglicht.

Erinnern möchten wir außerdem an den Bürgerantrag vom 24.Januar 2020 des

„Männerkreis im Gemeindebezirk Oldinghausen / Pödinghausen der Ev. Luth. Kirchengemeinde“

Der Männerkreis erinnert die Politik in ihrem Antrag dara, dass diese Querungshilfe bzw. Anbindung seit 20 Jahren versprochen ist. Die Anwohner schreiben weiter, dass Sie einen sicheren Radverkehr aus dem Ortsteil in das Zentrum Enger wünschen.

Wir möchten außerdem aus dem Erläuterungsbericht zum Verkehrskonzept der Firma Bockermann Fritze aus 2020 zitieren:

„Betroffen von dem Konfliktpotenzial um den zugewiesenen Verkehrsraum ist im Besonderen der Radverkehr, für den in Enger nur eine unzureichende Infrastruktur besteht. Hieraus resultiert ein relativ geringer Anteil an Fahrradfahrern am Gesamtverkehrsaufkommen, wie sich aus den erhobenen Daten an den fünf verkehrsstärksten Knotenpunkten ergibt. Nur 3 % der Verkehre entfielen auf den Radverkehr. Auch unter Berücksichtigung von etwas höherem Radverkehr in den verkehrsarmen Nebenstraßen dürfte der Modal Split für den Radverkehr nur bei 5-8 % liegen, was ein enttäuschend niedriger Wert ist.“

Diese Analyse bestätigt den subjektiven Eindruck, den jede/r Radfahrer*in in dieser Stadt hat: Die Stadt Enger hat bisher deutlich zu wenig für einen sicheren Rad- und Fußverkehr investiert. Durch diesen Ausbau wäre Pödinghausen der zweite Stadtteil (nach Dreyen) der für Fahrradfahrende und Fußgänger*innen sicherer angebunden würde.

Diese Baumaßnahmen sollen die Anbindung der Ortsteile zum Zentrum der Stadt Enger im Sinne des Radverkehrskonzeptes der Stadt voranbringen. Zum anderen soll eine sichere alternative Anbindung Pödinghausens im Sinne des Klimaschutzes hergestellt werden und den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad erleichtern helfen.

Anhang:

aus PGV Radverkehrskonzept Anlagenband 1