Ein Gewinn für die ganze Stadt

Grüne stoßen Diskussion über Jugendparlament in Enger an

Der Schulausschuss wird sich am kommenden Dienstag mit einem Antrag der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN befassen. Ziel dieses Antrags ist es, einen Diskussionsprozess zur Einrichtung eines Jugendparlamentes in Enger in Gang zu setzen. Der Grüne Ratsherr Janosch Engelhardt sagt dazu: „Jugendliche wollen ernst genommen und beteiligt werden. Ein Jugendparlament wäre der Ort, an dem sie ihre Meinung sagen und selbst Themen anstoßen könnten. Außerdem führen Jugendparlamente immer dazu, dass Jugendliche Verantwortung für ihre Kommune übernehmen und eigenverantwortlich Projekte starten. Das wäre ein großer Gewinn für die ganze Stadt.“

Der Antrag

„Der Schulausschuss wird einen Prozess zur Verbesserung der politischen Teilhabe von Schülerinnen und Schülern anstoßen, an dessen Anfang sowohl ein Austausch mit den Schülervertretungen und SV-Lehrer*innen der weiterführenden Schulen steht, als auch mit den Mitarbeiter*innen der beiden Engeraner Jugendzentren. Dazu bildet der Ausschuss einen paritätisch besetzen Arbeitskreis.“

Zur Begründung:

Die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums haben im Rahmen der Erstwähler*innen-Veranstaltung vor der Kommunalwahl dem Thema „Politikverdrossenheit“ besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Aufgabe einer bürgernahen Gemeindeverwaltung ist es, die Einwohner*innen bei der Wahrnehmung ihrer Beteiligungsrechte (§§ 24 ff. GO NRW) zu unterstützen und sie zu einer aktiven Teilhabe am kommunalpolitischen Geschehen zu ermutigen. Gerade im Hinblick auf die junge Generation in Enger sehen wir diesbezüglich Verbesserungsbedarf. Zwar ist Interesse gerade in schul- und kulturpolitischen Fragen durchaus vorhanden.

Jedoch fehlt es den Schüler*innen häufig an Möglichkeiten, ihre Gedanken und Anliegen öffentlich wahrnehmbar zu artikulieren In seinem Bestreben, Enger auch im Sinne junger Bürger*innen weiterzuentwickeln, trifft der Rat Entscheidungen, ohne die Position der Schülerinnen und Schüler zu kennen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund fragwürdig, dass im derzeitigen Rat keine Menschen unter 20 Jahren vertreten sind. Um den Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen in Enger die Möglichkeit zu geben, ihre Positionen für den Rat hörbar zu machen, scheint uns ein „Jugendparlament“ als Meinungs- und Ideenforum geeignet. Orientiert an demokratischen Grundsätzen, könnte ein solches Projekt zudem das Interesse der jungen Generation für (kommunale) Politik wecken, zu einer Belebung der Jugendkultur in Enger beitragen und zu schulübergreifenden Kooperationen führen. Selbstverständlich muss ein derartiges Vorhaben primär von den Schüler*innen und Schulen gewollt und getragen, und von den beiden Jugendzentren begleitet werden. Der Schulausschuss sollte aber einen Konzeptions- und Umsetzungsprozess mit einem Arbeitskreis begleiten.

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